October 14, 2010

Preechaya Siripanich (1)

René Zechlin:
DIE VERTRAUTE FREMDE

aus: Preechaya Siripanich, Cities Unlimited, Weitra: Bibliothek der Provinz, 2010

(for English please scroll down)


Man muss nicht in Koh Samui gewesen sein, um bei dem Namen ein Urlaubsparadies vor Augen zu haben. Getrieben von der Neugierde auf das Unbekannte, das ihm längst vertraut scheint, trägt der Reisende eine Vorstellung der unbekannten Fremde bereits mit sich. Seine Vorstellung ist gespeist von existierenden Bildern oder Erzählungen seines Ziels. Was früher durch fantastische Reiseberichte über andere Kulturen geprägt war, herrscht heute eher als eine Vorstellung einer verklärten romantischen Exotik der Reiseziele vor. Die Installation „Samui“, 2008 von Preechaya Siripanich ruft mit nur wenigen Elementen solch einen Assoziationsrahmen auf. Zwei kleine Kokospalmenbäume, ein brauner Koffer mit der Aufschrift „Samui“ und eine dunkelgrüne Gitarrenhülle, die aufrecht im Koffer steckt. Auch ohne den expliziten Hinweis auf die Urlaubsparadiesinsel Koh Samui im Golf von Thailand würde die Assoziation in die Ferne schweifen. Preechaya Siripanich lässt den Betrachter in die Rolle des Reisenden schlüpfen. Die Installation ist geprägt durch die Verkettung bestimmter symbolhafter und vertrauter Klischees, wie des Koffer und der Gitarre, die an Reise und Fernweh denken lassen, oder der Pflanze, vertraut als günstiger Einrichtungsgegenstand aus dem Baumarkt, als unbestimmtes exotisches Ziel. Gerade die Vertrautheit der Fremde erschafft ein klares Stimmungsbild. „In weiter Ferne, so nah!“, wie es Wim Wenders im Titel seines 1993 erschienenen Films formulierte.

Preechaya Siripanich: Samui, 2008

Die räumliche Gesamtkomposition von „Samui“ unterstreicht den geschaffenen Assoziationsraum. In der Installation lösen sich die einzelnen Gegenstände von ihrer funktionalen oder symbolhaften Bedeutung und entfremden sich in der Abstraktion. Sie sind Teil einer präzise abgestimmten, farblichen und räumlichen Komposition. Drei frei im Raum stehende, abstrakte Kulissen bilden eine Art Bühnenraum für die Gegenstände im Vordergrund. Trapezförmige grüne Farbflächen der beiden äußeren Kulissen deuten eine tiefenräumliche Flucht an, die von den grünen Strahlen des zentralen Sechsecks aufgenommen werden, um auf einen Punkt zuzulaufen und in die Tiefe zuführen. Räumlich leicht voneinander versetzt, bilden die drei Kulissen einen kaleidoskopartigen Hintergrund für die Palmen, den Koffer und die Gitarre im Vordergrund. Auf der durch die Kulissenelemente klar definierten Ansichtsseite gehen perspektivische Raumkonstruktion und installative Räumlichkeit ineinander über. Das genau abgestimmte Grün der Gitarrentasche, der Palmen, Farbflächen und Strahlen bindet die einzelnen Elemente zu einer schlüssigen Komposition, die die Thematik der Reise und der Fremde in eine malerische Komposition integriert.

„Samui“ gehört zu einer Reihe an Arbeiten von Preechaya Siripanich, die als Malerei im Raum verstanden werden können. Beeinflusst durch die minimalistische Präzision seines Lehrers Yuji Takeoka und die Verwendung von Alltagsgegenständen bei Jessica Stockholder oder Sarah Sze, entwickelte Siripanich über mehrere Jahre eine Bildsprache der abstrakten Neuinterpretation des Alltags. In seinen Arbeiten gelingt Siripanich eine feine Balance von abstrakter Komposition und inhaltlicher Neuinterpretation. Die Skulpturen und Installationen überführen die Vertrautheit einzelner Gegenstände in eine farbliche Komposition im Raum, die malerische und skulpturale Aspekte eine mehrseitige Verbindung eingehen lassen. Die Gegenstände lösen sich von ihrer funktionalen Bedeutung und nehmen eine neue Bedeutung in der Arbeit an. So bildet eine schwarze Nudelbox den kompositorischen Gegenpunkt zu dem sonst ganz in Rot gehaltenen Wandobjekt „Äste“, 2008. Ebenso erhalten die trockenen Spaghetti in der Wandinstallation „Um Himmels willen“, 2007, eine eigene farbliche Qualität und bilden zusammen mit dem runden Logo einer durchlöcherten Lidl-Tüte eine „sonnige“ Neukomposition.

Preechaya Siripanich: Um Himmels Willen, 2007

Preechaya Siripanich: Äste, 2008

Die klar komponierte Ansichtsseite von „Samui“ hat allerdings auch eine Rückseite. Hier findet sich auf einer der Querstreben der Kulissenständer wie zufällig eine gerahmte Fotografie eines Kristalls. Das Bild ist nicht nur Vorlage und Bezugspunkt der kristallinen Bildauffächerung der Vorderseite, es birgt auch eine interessante Referenz. In seiner Filmtheorie verwendet Deleuze den metaphorischen Begriff des Kristallbildes, um das Verschwimmen von Realem und Imaginärem, von Objektivem und Subjektivem sowie verschiedenen Zeitebenen im Film zu beschreiben. „Die Vermengung von Realem und Imaginärem ist nämlich ein simpler Tatsachenirrtum und beeinträchtigt keineswegs ihre Unterscheidbarkeit: die Konfusion stellt sich einzig und allein ,im Kopf‘ des Betreffenden ein.“ (1)

Bei Preechaya Siripanich handelt sich nicht um Film, und die Bestandteile sind klar voneinander abgrenzbar und benennbar, dennoch beschreibt das Deleuze´sche Kristallbild eine Herangehensweise, die bei Siripanich und vielen anderen Künstlern seiner Generation zu finden ist: Die Überlagerung objektiv wahrnehmbarer kompositorischer Gestaltungsebenen und subjektiver Ebenen der persönlichen Wahrnehmung, der Erinnerung und des Gefühls.

Preechaya Siripanich: Zwei Orte, 2008

Die Installation „Zwei Orte“, 2008, schafft einen seltsam gebrochenen Zufluchtsort. Neben dem Stützpfeiler eines Ausstellungsraums steht eine Norfolk-Tanne in einem kleinen Stück angelegten Gartens und wird wie eine Dorflinde von einer blauen Holzsitzbank umfasst. Eine gerahmte Fotografie lehnt in dem kleinen künstlichen Gartenstück an dem Pfeiler. Während „Samui“ eine klare Ansichtsseite definierte und damit die Komposition der einzelnen Elemente unterstrich, ist die Verflechtung der skulpturalen und inhaltlichen Ebenen bei „Zwei Orte“ subtiler. Erscheint die Installation auf den ersten Blick wie eine Rekonstruktion einer gegebenen Situation, wirkt sie doch äußerst irreal. In ihrer sperrigen, unregelmäßigen und künstlichen Form erscheint die Zimmertanne seltsam deplaziert. Während eine Dorflinde einen Ruhepunkt schafft, einen Ort im Hier und Jetzt, verweist „Zwei Orte“ in die Fremde. Nicht allein die Fremdartigkeit der Norfolk- oder Zimmer-Tanne, die außer in einzelnen europäischen Wohnzimmern und Büroräumen eigentlich auf einer Inselgruppe westlich von Australien beheimatet ist, auch die bereits erwähnte Fotografie eines Tempels im Norden Thailands verweist an einen anderen Ort, ähnlich wie die Palmen und der Koffer bei „Samui“. Neben der Exotik des Fremden integriert die Fotografie eine zusätzliche subjektive Ebene der persönlichen Erinnerung von Preechaya Siripanich, der nach seinem Bachelor-Abschluss der freien Kunst in Bangkok 2000 nach Deutschland wechselte.

Georg Simmel unterscheidet den Fremden vom Wanderer. „Es ist hier also der Fremde nicht in dem bisher vielfach berührten Sinn gemeint, als der Wandernde, der heute kommt und morgen geht, sondern als der, der heute kommt und morgen bleibt – sozusagen der potentiell Wandernde, der, obgleich er nicht weitergezogen ist, die Gelöstheit des Kommens und Gehens nicht ganz überwunden hat.“ (2) Preechaya Siripanich ist ein Wanderer, der bleibt. Viele seiner Skulpturen und Installationen, wie „Zwei Orte“ oder „Kiosk/Heimat“, 2007, die dieselbe Fotografie des Tempels in einen abstrahierten Kiosk integriert, tragen die unüberwundene Gelöstheit des Kommens und Bleibens in sich und beschreiben als dreidimensionale Vexierbilder die wechselseitige kulturelle Wahrnehmung des bleibenden Wanderers. Die Fotografie des Tempels beschreibt eine erneute Ablösung der kulturellen Wahrnehmung des Bleibenden. 2005 zog sich Siripanich nach mehreren Jahren in Deutschland für einen Monat in diesen Tempel zurück. Die Fotografie repräsentiert damit eine doppelte Erinnerung. Der Tempelaufenthalt war ein Weg in das Vertraute und Fremde zugleich. Der Weg zurück in die Vertrautheit der Heimat Thailands wurde zugleich ein Weg in die fremde Erfahrung der Einsamkeit im Tempel.

Preechaya Siripanich: Kiosk/Heimat, 2007

Die vertraute Fremdartigkeit zieht sich durch die Skulpturen und Installationen von Preechaya Siripanich. Sind viele frühere Arbeiten direkt von seinem Wechsel von Thailand nach Deutschland und der damit verbundenen kulturellen Wahrnehmung geprägt, so lösen sich neuere Arbeiten von der direkten Referenz zu einer bestimmten Kultur und betonen die vertraute Fremde als abstraktes Unbekanntes. Die Serie der „Städtischen Objekte“ knüpft an frühere Architekturmodelle aus Verpackungsmaterialien („Ohne Titel“, 2006, oder „Bre Park“, 2006) an und konstruiert verschiedene Visionen für öffentliche Gebäude.

Preechaya Siripanich: Bre Park, 2006

Auch wenn Siripanich den Modellen klare Funktionen wie Halle, Stadion oder Bunker zuschreibt, sind sie doch ganz als skulpturale Komposition gedacht. Der Charakter des Provisorischen und Zufälligen der Objekte aus Pappe und Alltagsgegenständen wird durch Holzlatten und übereinander gelegte Holzplatten als improvisierte, fragile Sockel betont. Wie das Foto in „Zwei Orte“ die objektive Komposition im Raum öffnet und mit der subjektiven Ebene der Erinnerung und der kulturellen Wahrnehmung verknüpft, so halten die provisorischen Sockel die ansonsten monumental angelegten Architekturstudien im Bereich des Unbestimmten. Reales und Imaginäres gehen in der Komposition der Skulptur eine Einheit ein, die trotzdem immer unterscheidbar und benennbar bleiben.

(1) Deleuze, Gilles: Das Zeit-Bild, Kino 2, Frankfurt am Main, 1997 (1985), S. 96

(2) Simmel, Georg: Soziologie. Untersuchungen über die Formen der Vergesellschaftung, Berlin 1908, S. 509
 

René Zechlin:
THE FAMILIARLY STRANGE

Quoted from: Preechaya Siripanich, Cities Unlimited, Weitra: Bibliothek der Provinz, 2010
Translation from German: Philipp Albers

One does not need to have been in Koh Samui to picture a vacation paradise before one’s eyes upon hearing that name. Driven by curiosity for the unknown which long since seems familiar, the traveler already takes with him an idea of the unknown strange place. His conception feeds upon existing images or narratives of his destination. Whereas in former times phantasmagoric travelogues used to shape such conceptions, today the idea of a romanticized exoticism of the destination prevails. With only a few elements the installation „Samui“ (2008) by Preechaya Siripanich calls up such a frame of reference. Two small coconut palm trees, a brown suitcase labeled „Samui“ and a dark green guitar case sitting upright in the suitcase. Even without the explicit reference to the vacation paradise island Koh Samui in the Gulf of Thailand our associations would wander far afield. Preechaya Siripanich puts the observer in the role of the traveler. The installation is marked by a linkage of specific symbolic and familiar stereotypes such as the suitcase and the guitar, which are reminiscent of traveling and wanderlust, or the plant, familiar as a cheap item from the home improvement store, signifying an indeterminate exotic destination. It is precisely the familiarity of the strange, which creates a clear atmospheric picture. „Faraway, So Close!“ as Wim Wenders put it in the title of his 1993 movie.

Preechaya Siripanich: Samui, 2008

The overall spatial composition of „Samui“ emphasizes the field of associations it creates. The individual objects within the installation detach themselves from their functional or symbolic meaning and become estranged in the abstraction. They are part of a precisely coordinated composition of space and color. Three freestanding, abstract backdrops set a kind of stage for the objects in the front. The trapezoid, green-colored surfaces of the two outer backdrops suggest a spatial perspective, taken up by the green rays of the central hexagon to converge on a vanishing point leading into the depth. Spatially slightly offset, the three backdrops create a kaleidoscopic background for the palms, the suitcase, and the guitar in the front. On the display side, clearly defined by the backdrop elements, the perspective spatial construction and installative spatiality blend into each other. The matching colors of guitar case, palms, colored surfaces, and rays align the individual elements into a coherent composition, which integrates the topic of travel and strange places in a pictorial arrangement.

„Samui“ belongs to a group of works by Preechaya Siripanich which can be understood as painting in space. Influenced by the minimalist precision of his teacher Yuji Takeoka and by the use of everyday objects in the works of Jessica Stockholder or Sarah Sze, Siripanich developed through the years a visual language of an abstract reinterpretation of everyday life. In his works, Siripanich achieves a fine balance of abstract composition and a reinterpretation with regards to content. The sculptures and installations convert the familiarity of individual objects into a colored composition in space, bringing pictorial and sculptural aspects into a multi-sided connection. The objects shed their functional meaning and take on a new meaning within the work. Thus, a black box of noodles forms the compositional counterpoint to the otherwise all-red wall object „Branches“ (2008). Similarly, the dry spaghetti in the wall installation „For Heaven’s Sake“ (2007) obtain a color-quality of their own and constitute, together with the round logo of a perforated Lidl bag, a „sunny“ new composition.

Preechaya Siripanich: For Haeven's Sake, 2007

Preechaya Siripanich: Branches, 2008

The articulately composed front view of „Samui“, however, has a back side to it. Here, on one of the stabilizer bars of the backdrop supports, a photograph of a crystal, framed as if by accident, is to be found. Not only does the picture serve as model and reference point of the crystalline fanning out of the image on the front side, it also harbors an interesting reference. In his film theory Deleuze uses the metaphor of the crystal-image to describe how the real and the imaginary, the objective and the subjective as well as different temporal layers in film become blurred. „For the confusion of the real and the imaginary is a simple error of fact, and does not affect their discernability: the confusion is produced solely ‚in someone’s head’.“

Preechaya Siripanich’s works are not film, and the components are clearly definable and nameable. However, Deleuze’s crystal-image describes an approach which can be found in Siripanich and many other artists of his generation: the overlap of objectively perceptible compositional layers of design and subjective layers of personal perception, memory, and emotion.

Preechaya Siripanich: Two Places, 2008

The installation „Two Places“ (2008) creates a strangely refracted place of refuge. Next to the pillar of the exhibition hall stands a Norfolk pine in a small garden area. Like a village linden tree it is enclosed by a blue wooden bench. A framed photograph leans against the pillar in the small artificial garden area. Whereas „Samui“ defines a distinct display side, thereby emphasizing the composition of the single elements, „Two Places“ interlaces the sculptural and content-related elements more subtly. Although the installation at first sight seems to be a reconstruction of a given situation, it nevertheless appears exceedingly unreal. In its cumbersome, irregular, and artificial shape the Norfolk pine seems strangely misplaced. While a village linden tree creates a point of rest, a place in the here and now, „Two Places“ points towards a strange place afar. Not only the strangeness of the Norfolk pine, which can be found in some European living rooms and offices but has its original home on an archipelago west from Australia, but also the photograph already mentioned, displaying a temple in the north of Thailand, refers to an other place, as do the palm trees and the suitcase in „Samui“. Besides the exoticism of a strange place, the photograph integrates an additional, subjective layer of Preechaya Siripanich’s personal memory, who after receiving his B.A. in Fine Arts in Bangkok in 2000 moved to Germany.

Georg Simmel distinguished the stranger from the wanderer. „The stranger will thus not be considered here in the usual sense of the term as the wanderer who comes today and goes tomorrow, but rather as the man who comes today and stays tomorrow – the potential wanderer, so to speak, who, although he has gone no further, has not quite got over the freedom of coming and going.“ Preechaya Siripanich is a wanderer who stays. Many of his sculptures and installations such as „Two Places“ or „Kiosk/Home“ (2007), which integrates the same photograph of the temple in an abstracted kiosk, carry the unresolved freedom of coming and going in them and describe as three-dimensional picture puzzles the alternating cultural perception of the staying wanderer. The photograph of the temple describes a renewed displacement of cultural perception of the person who is staying. In 2005, after several years in Germany, Siripanich withdrew to this temple for a month. The photograph thus represents a double recollection. The stay at the temple was a journey into the familiar and the strange at the same time. The way back to the familiarity of the home in Thailand at the same time was a way into the strange experience of solitude in the temple.

Preechaya Siripanich: Kiosk/Home, 2007

Familiar strangeness runs through the sculptures and installations of Preechaya Siripanich. Whereas many of the earlier works are influenced by his move from Thailand to Germany and the related cultural perception, newer works transcend direct references to a specific culture and underscore the familiar strange as abstract unknown. The series of „Urban Objects“ ties in with earlier architectural models made from packaging materials („Untitled“, 2006, or „Bre Park“, 2006) and constructs different visions for public buildings.

Preechaya Siripanich: Bre Park, 2006

Even when Siripanich ascribes clear functions such as hall, stadium or bunker to the models, they are nonetheless conceived of completely as sculptural composition. The provisional and accidental character of the objects made from cardboard and everyday items is accentuated by the use of wooden slats and plates put over one another as improvised, fragile pedestals. As the photograph in „Two Places“ opens the objective composition in space and combines it with the subjective plane of remembrance and cultural perception, so do the provisional pedestals keep the otherwise monumentally designed architectural studies in a state of indeterminacy. The real and the imaginary form a unity in the composition of the sculpture, but nevertheless they remain distinguishable and definable.

(1) Gilles Deleuze: Cinema 2. The Time-Image, Minneapolis: University of Minnesota Press, 1989, p. 67

(2) Quoted from Donald N. Levine: Georg Simmel, On Individuality and Social Forms, Chicago: University of Chicago Press, 1971, p. 143